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Die Seele des Ortes: Olenka Interiors in Apulien

Die Seele des Ortes: Olenka Interiors in Apulien



Olenka Airasca bewegt sich seit jeher in kreativen Welten, von der Musik bis zum Design, und das spiegelt sich auch in ihrer Arbeitsweise wider. Gemeinsam mit ihrem Partner Andrea Barelli widmet sie sich von der italienischen Riviera und Monaco aus der Restaurierung historischer Häuser in Italien und Frankreich. Mit ihrem Studio Olenka Interiors bewahren sie den Charakter dieser besonderen Orte und lassen sich von ihrer Historie und den Geschichten inspirieren, die in ihnen weiterleben. Besonders eindrucksvoll wird dieser Ansatz in ihren Ferienhäusern in Apulien, La Musa Diffusa, erlebbar.

Wir haben mit Olenka sowohl über die Häuser gesprochen, die sie mit viel Gespür für ihre Geschichte wieder zum Leben erweckt hat, als auch über die Badewanne, die im Mittelpunkt ihres neuesten Projekts steht.



Ein Leben voller Kreativität: Musik, Monte-Carlo, Design

Am Anfang waren es die Musik und Monaco. Olenka ist nicht nur Sängerin, sondern auch Designerin und war als Art Director im legendären Sass Café in Monte-Carlo tätig. 2018 gründete sie gemeinsam mit Andrea Olenka Interiors. Die Kreativität, sagt sie, habe sich dabei wie ein roter Faden durch all ihre Stationen gezogen.

Andrea bringt 30 Jahre Erfahrung aus der Hotellerie und Gastronomie in die gemeinsame Arbeit ein. Für ihre Restaurierungsprojekte haben die beiden einen klaren Grundsatz entwickelt: „Unser Ziel ist es, die Authentizität der Häuser zu bewahren und sie zugleich durch zeitgemäße Elemente und eine mediterrane Ästhetik zu bereichern. So entstehen einladende, zeitlose Räume, in denen Vergangenheit und Gegenwart harmonisch miteinander verschmelzen.“

Der Stil des Studios ist eklektisch und wird von jedem einzelnen Gebäude geprägt, statt sich an eine festgelegte Ästhetik zu binden. Bei Privataufträgen beginnt der Prozess genauso wie bei ihren eigenen Häusern: mit dem Zuhören. „Wir hören zunächst aufmerksam zu“, sagt sie, „um die Wünsche unserer Kunden zu verstehen und sie mit dem Charakter und der Seele des Ortes zu verbinden.“ Erst danach fügt das Studio seine eigene gestalterische Handschrift hinzu



La Musa Diffusa: Eine entschleunigte Gastfreundschaft

La Musa Diffusa ist aus der besonderen Atmosphäre Apuliens heraus entstanden. Die authentische Schönheit der Region zog Olenka und Andrea in ihren Bann. Was einst als persönliche Leidenschaft begann, entwickelte sich zu einem Ensemble restaurierter Ferienhäuser, in denen historische Architektur auf zeitgenössisches mediterranes Design trifft.


Musa Aqua liegt im historischen Zentrum von Carovigno. Sterngewölbe, alter Naturstein und kunstvoll gemusterte Zementfliesen verleihen dem Haus seinen unverwechselbaren Charakter. Dunklere Farbtöne schaffen eine kühle, behagliche Atmosphäre, während sich die Räume zu einer Terrasse mit eigem kleinen Pool öffnen.


Musa Diva hingegen präsentiert sich ausdrucksstärker und opulenter: Ein Penthouse, in dem kräftige Farben und raffinierte Details auf eine großzügige Terrasse mit einem kleinen Pool treffen. Trotz der Nähe zum historischen Zentrum vermittelt das Haus das Gefühl eines ganz privaten Refugiums.


Und dann ist da noch ihr jüngstes Projekt, Musa Calma: ein ruhiger Rückzugsort, in dem alte Bögen und massive Steinmauern einen privaten Garten einrahmen. Ein hundert Jahre alter Mandarinenbaum spendet Schatten über dem Pool, während farbenfrohe Akzente und zeitgenössische skulpturale Elemente für Wärme und überraschende Kontraste sorgen.


Neben den Häusern von La Musa Diffusa in Carovigno gehört auch La Cabane zum Portfolio. Inmitten der Landschaft rund um Ostuni gelegen, besticht die Lamia durch einen facettenreichen, unkonventionellen Charakter, der von antiken Türen aus Rajasthan und sogar einer Schiebetür geprägt ist, die einst Teil eines Hühnerstalls in Sanremo war. Umgeben von Olivenbäumen vermittelt das Haus ein wunderbares Gefühl von Abgeschiedenheit und lässt die Außenwelt für einen Moment weit weg erscheinen. 


Was all diese Häuser miteinander verbindet, ist der Tufo, jener Naturstein, aus dem hier in Apulien die Häuser gebaut sind. Olenka belässt ihn in seinem ursprünglichen Zustand und bewahrt seine rauen Kanten und historischen Fugen. „Wir nehmen diese Unvollkommenheiten bewusst an“, sagt sie, „denn so kommen die natürliche Schönheit des Steins und die Essenz Apuliens voll zur Geltung.“ Zudem sorgt der Stein im Sommer für angenehme Kühle und hält die Räume im Winter angenehm warm.

Jedes Haus erzählt seine eigene Geschichte und wurde ganz nach seinen individuellen Gegebenheiten restauriert. Was sie alle verbindet, ist Olenkas Gespür für Details und ihr instinktives Verständnis dafür, mit dem zu arbeiten, was bereits vorhanden ist. „Wir wollten eine entschleunigte Form der Gastfreundschaft schaffen“, erzählt sie, „verwurzelt in der lokalen Kultur, mit Respekt vor dem historischen Erbe und zugleich geprägt von unserer eigenen kreativen Handschrift.“



Das Badezimmer als Rückzugsort

Wie wir Badezimmer wahrnehmen, hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Olenka ist überzeugt, dass diese Entwicklung gerade erst begonnen hat. „Badezimmer sind ein zentraler Bestandteil des Zuhauses. Sie sind nicht mehr nur funktionale Räume, sondern Rückzugsorte für die persönliche Pflege und Erholung“, erklärt sie. „Wir verstehen sie als private Räume, geprägt von natürlichen Materialien, einem faszinierenden Spiel mit Licht und einer ruhigen, zeitlosen Eleganz.“



Musa Calma ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür. Olenka und Andrea suchten nach einer Badewanne, die zum visuellen Mittelpunkt des Badezimmers werden sollte. Sie sollte vor einer Wand aus antiken Zementfliesen im Schachbrettmuster stehen, deren ausdrucksstarke Optik jedes gewöhnliche Design in den Hintergrund gedrängt hätte. Die Badewanne musste dieser besonderen Position gerecht werden. 

Olenka entdeckte sie wie so viele besondere Stücke auf ihrer Suche nach Produkten, die Qualität, Design und Persönlichkeit vereinen. Die skulpturale Milano-Badewanne stach dabei sofort hervor und wurde zum wahren Blickfang. Ihre Oberfläche aus mattschwarzem Mineral Stone, dem hauseigenen Mineralwerkstoff von Riluxa, bildet mit ihrer glatten, monolithischen Form einen spannenden Kontrast zu den gealterten Fliesen dahinter. Sie verleiht dem Raum Struktur und Präsenz, ohne den ursprünglichen Fliesen ihre Wirkung zu nehmen. 


Musa Calma, mit der Milano Badewanne vonRiluxa als Mittelpunkt des Badezimmers.



Dieser Ansatz prägt auch Olenkas Ratschläge für alle, die ihr eigenes Badezimmer gestalten möchten. „Es ist kein nebensächlicher Raum“, rät sie. „Bringen Sie Ästhetik und Funktionalität in Einklang. Klare Linien, hochwertige Materialien und eine durchdachte Beleuchtung machen dabei den entscheidenden Unterschied.“ 


Was als Nächstes ansteht 

Wenn Olenka auf ihre bisherige Laufbahn zurückblickt, bezeichnet sie die Entdeckung Apuliens als einen entscheidenden Wendepunkt. „Es ist eine Region voller kultureller und architektonischer Schätze, vom Barock bis hin zu den Trulli“, sagt sie, „die uns unzählige Inspirationen bietet.“



Heute arbeiten Olenka und Andrea an Wohn- und Hospitality-Projekten, in denen mediterrane Identität, Wohlbefinden und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden. Dabei lassen sie sich weiterhin von zwei prägenden Designpersönlichkeiten inspirieren: Ettore Sottsass, dem Architekten hinter den farbenfrohen, spielerischen Formen der Memphis Group, und Gaetano Pesce, dessen radikaler Umgang mit Materialien ihnen den Wert des Einzigartigen vor Augen führte. „Beide haben uns dazu inspiriert, unsere eigene gestalterische Sprache zu entwickeln: zeitgemäß und zugleich authentisch.“ 

Wie auch immer die nächsten Projekte aussehen werden, sie werden unverkennbar Olenkas Handschrift tragen.


Entdecken Sie mehr von Olenkas Arbeit auf olenkainteriors.it und folgen Sie @olenkainteriors sowie @lamusadiffusa auf Instagram, um einen Einblick in ihre Rückzugsorte in Apulien zu erhalten.